Benny Münch
Transkript des Interviews mit Benny
Ich bin der Benny, ich bin Redaktionsmitglied bei der Feder und arbeite in einer Werkstatt für Menschen mit Handicap in der Drucknachbearbeitung.
Ich möchte andere Menschen mit Handicap motivieren, mehr aus sich herauszukommen, und zeigen, dass man als Mensch mit Handicap auch andere Sachen machen kann, wie Zeitung schreiben, wie wir das hier machen.
Wie schon erwähnt, bin ich montags bis freitags von früh um halb 8 bis 15 Uhr in einer Werkstatt für Menschen mit Handicap. Und die Arbeit ist manchmal stressig, wenn Aufträge reinkommen, die in kürzester Zeit erledigt sein müssen. Sie ist auch, Gott sei Dank, abwechslungsreich.
Ich erlebe [Barrieren] zum Beispiel, wenn ich in der Stadt unterwegs bin: Die Fußwege sind katastrophal oder die Bordsteinkanten ziemlich hoch. Manchmal sind auch die Straßenbahnhaltestellen nicht barrierefrei, was ich leider bemängeln muss. Ich würde mir wünschen, dass es mehr Barrierefreiheit an Haltestellen gibt, die Fußwege in Ordnung gebracht werden und die Bordsteine abgesenkt werden. Und in Bezug auf abgesenkte Bordsteinkanten, dass die Autofahrer aufpassen, nicht direkt an diesen Bordsteinkanten zu parken. Das erlebe ich sehr oft. Das würde mein Leben einfacher machen.
Mir gibt es Kraft, wenn ich mich mit Freunden treffe. Oder wenn ich das Wetter genießen kann. Die Arbeit in der Feder gibt mir viel Kraft und macht sehr viel Spaß.
Ich möchte den Menschen mitgeben, dass mehr Rücksicht auf Menschen mit Handicap genommen wird. Zum Beispiel, wenn man Hilfe braucht beim Einkaufen. Oder im Straßenverkehr. Dass da Rücksicht genommen wird. Weil es auch Autofahrer gibt, die fahren wie die Idioten. Sorry, aber es ist so. Und darauf möchte ich aufmerksam machen, damit mehr Rücksicht genommen wird.