Gesichter
der Inklusion

14 Menschen geben Einblick in ihre Erfahrungen mit Barrieren, Teilhabe und Selbstbestimmung. Ihre Perspektiven bilden die Grundlage dieses Projekts.

Anett Stötzner

Anett Stötzner lebt mit einer 24-Stunden-Assistenz in ihrer eigenen Wohnung.
In ihrem Interview spricht sie über Selbstbestimmung, Barrieren im Alltag und Herausforderungen im Arbeitgebermodell. Besonders wichtig ist ihr, als erwachsene Frau ernst genommen und direkt angesprochen zu werden. Sie ermutigt andere, für ihre Rechte einzustehen und den Mut nicht zu verlieren.

Bea

Bea arbeitet seit 2019 als Bildungs- und Inklusionsreferentin an der Universität Leipzig. Ihre Themen sind Selbstbestimmung, Vielfalt und Leichte Sprache. In ihrem Interview spricht sie darüber, wie wichtig Kommunikation auf Augenhöhe ist und dass Menschen mit Behinderung mehr zugetraut werden soll und besser gehört werden muss.

Benny Münch

Benny Münch ist Redaktionsmitglied bei dem Inklusiven Magazin „Die FEDer“ und arbeitet in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung in der Drucknachbearbeitung. In seinem Interview spricht er über Barrieren im öffentlichen Raum, fehlende Barrierefreiheit an Haltestellen und den Wunsch nach mehr Rücksichtsnahme im Alltag. Besonders wichtig ist ihm, andere Menschen mit Handicap zu motivieren, sich etwas zuzutrauen und sichtbar zu werden.

Maik Tiedtke

Maik Tiedtke lebt seit seiner Kindheit mit spinaler Muskelatrophie und ist auf Assistenz angewiesen. In seinem Interview spricht er über sichtbare und unsichtbare Barrieren im Alltag sowie über den Wunsch nach mehr gesellschaftlicher Teilhabe und echter Begegnung auf Augenhöhe. Besonders wichtig ist ihm, dass Menschen mit Beeinträchtigung selbstbestimmt leben können und als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Maria Koschewski

Maria Koschewski arbeitet in der Drucknachverarbeitung der Diakonie am Thonberg und engagiert sich ehrenamtlich im Nachbarschaftszentrum Lindenau. In ihrem Interview spricht sie über die Unterschätzung ihrer Fähigkeiten aufgrund ihrer Behinderung, Vorurteile im Alltag und den Wunsch, dass Menschen mit Beeinträchtigung mehr gesehen und respektiert werden. Wichtig ist ihr ein achtsamer Umgang, bei dem die Person im Mittelpunkt steht – nicht die Behinderung.

Marion Dahl

Marion Dahl ist Rentnerin und seit der Gründung Teil der Redaktion von „Die FEDer“, wo sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben einbringt. In ihrem Interview spricht sie über Diskriminierungserfahrungen, psychische Belastungen und ihren starken Wunsch nach zwischenmenschlicher Nähe und Unterstützung. Schreiben ist für sie ein Weg, ihre Gefühle auszudrücken und anderen Menschen Mut, Denkanstöße und Hoffnung zu geben.

Mathias Meinke

Matthias Meinke arbeitet als Drucker in der Werkstatt St. Michael und engagiert sich dort im Werkstattrat für die Interessen behinderter Mitarbeiter*innen. In seinem Interview spricht er über fehlende Aufklärung, den Wunsch nach mehr Sichtbarkeit von Werkstattarbeit und die geringe Bezahlung in Werkstätten. Wichtig ist ihm, dass Menschen nicht wegschauen, sondern hinschauen, unterstützen und die Lebensrealitäten von Menschen mit Behinderung besser verstehen.

Olaf Kühne

Olaf Kühne arbeitet als Inklusionsreferent an der Universität Leipzig und im Papierbereich einer Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigungen. In seinem Interview spricht er über Barrieren im öffentlichen Nahverkehr, Diskriminierungserfahrungen in Schule und Familie sowie über die Kraft, die er aus dem inklusiven Theater schöpft. Wichtig ist ihm, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen und anerkennen, dass jeder Mensch einzigartig ist und dazulernen kann.

Robert Mewes

Robert Mewes ist 23 Jahre alt und arbeitet in einer Außenarbeitsgruppe der Lebenshilfe im Spülküchenbereich. In seinem Interview spricht er über seinen Arbeitsalltag, seine Freizeit mit Fußball, Gaming und Fahrradfahren sowie über seine Freude daran, als Influencer anderen Menschen etwas Positives mitzugeben. Wichtig sind ihm Rücksichtnahme im Straßenverkehr und die Menschen, die ihn im Alltag stärken. Seine Botschaft: Man kann alles schaffen, woran man glaubt.

Sandra Zocher

Sandra Zocher arbeitet in der Diakonie in der manuellen Gestaltung und übernimmt dort Etikettieraufgaben. In ihrem Interview spricht sie über psychische Belastungen, fehlendes Verständnis in Einrichtungen und Barrieren im öffentlichen Nahverkehr. Besonders wichtig ist ihr, dass Menschen wieder mehr aufeinander achten, Unterstützung anbieten und nachfragen, was gebraucht wird.

Sarah Lenz

Sarah Lenz ist Peer-Beraterin und Teamkoordinatorin einer unabhängigen Teilhabeberatung sowie Vorstandsvorsitzende eines Vereins. In ihrem Interview spricht sie über strukturelle Barrieren, fehlende Verbindlichkeit von Barrierefreiheit und den Anspruch auf Selbstbestimmung und Teilhabe. Besonders wichtig ist ihr, dass Inklusion als Recht verstanden wird und Menschen mit Behinderung gehört werden und für ihre Bedürfnisse einstehen.

Steven Wallner

Steven Wallner arbeitet in der Fachstelle Unterstützte Elternschaft und berät dort als Peer-Berater Menschen mit ähnlichen Lebenserfahrungen. In seinem Interview spricht er über Leichte Sprache, Barrieren im öffentlichen Nahverkehr und den Wunsch nach mehr Freizeitangeboten und Begegnungsorten für Menschen mit Behinderung. Wichtig ist ihm außerdem, dass mehr Menschen mit Behinderung Zugang zum ersten Arbeitsmarkt bekommen.

Tomy Brecher

Tomy Brecher arbeitet an der Universität Leipzig und spricht in seinem Interview über Diskriminierung, Fremdbestimmung im Alltag und die fehlende gesellschaftliche Wertschätzung von Werkstattarbeit. Besonders wichtig ist ihm, dass Menschen mit Behinderung nicht auf ihre Behinderung reduziert werden, sondern als vielseitige Personen mit Interessen, Fähigkeiten und eigenen Perspektiven wahrgenommen werden. Er wünscht sich mehr Begegnung, Offenheit und gegenseitige Bereicherung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Uwe Kürschner

Uwe Kürschner ist 40 Jahre alt und lebt in Leipzig. In seinem Interview spricht er über seine seltene Diagnose, seinen neuen aktiven Alltag mit Sport, seinen Freundeskreis sowie über Barrieren auf Fußwegen, in öffentlichen Gebäuden und beim Reisen. Besonders verletzend erlebt er Situationen, in denen Menschen ungefragt über seine Behinderung sprechen und seine persönlichen Grenzen überschreiten. Wichtig sind ihm mehr Barrierefreiheit, mehr Gehör für Menschen mit Behinderung und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe.